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Streuobstwiesen-Apfelsaft

Wiese mit Wald im Hintergrund

aus der Region Bochum / Ennepe-Ruhr-Kreis

Äpfel, die für das Massenangebot an Apfelsaft gepresst werden, kommen häufig aus Obstplantagen mit kleinwüchsigen, leicht abzuerntenden "Bäumen" in regelrechten Monokulturen. Die ursprüngliche Form des Obstanbaus ist dagegen die Streuobstwiese. Dort wachsen hochstämmige Bäume unterschiedlichen Alters und verschiedener Arten mit großen Kronen. Diese traditionellen Obstwiesen und -weiden bieten vielfältige Lebensräume für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Sie prägen und bereichern mancherorts noch heute das Bild unserer Kulturlandschaft. Außerdem steckt in ihnen ein kostbares Kulturgut in Form der alten Obstsorten, die heute fast in Vergessenheit geraten sind.

Der Bestand an Streuobstwiesen geht jedoch seit Jahrzehnten zurück. Die Hauptursachen sind mangelndes Interesse wegen fehlender Wirtschaftlichkeit und die Zerstörung vieler Flächen durch zunehmende Bebauung - soweit, dass Streuobstwiesen zu den am stärksten gefährdeten Biotopen Mitteleuropas gehören.

Die allgemein gezahlten Preise für Fall- und Schüttelobst sind zu niedrig, um den Arbeitsaufwand angemessen zu entlohnen. Oft fehlt es schlichtweg auch an der Zeit. Mit dem schwindenden Verwertungsinteresse ging auch die Bereitschaft zur Pflege der Bäume zurück. Gleichzeitig wurden in den letzten 40 Jahren kaum hochstämmige Obstbäume nachgepflanzt. Hinzu kommt, dass es heute leider nur noch wenige Menschen gibt, die sich mit der Pflege der Bäume auskennen. Dabei können Obstbäume nur bei regelmäßigem Schnitt richtig alt werden und gute Erträge erbringen.

Mit dem Projekt "Streuobstwiesen-Apfelsaft", getragen in privater Initiative in Kooperation mit dem BUND - Kreisgruppe Bochum, wird wieder ein kleiner wirtschaftlicher Anreiz gegeben, Äpfel aus Streuobstanbau werden zu einem deutlich höheren Preis als marktüblich angekauft und zu Streuobstwiesen-Apfelsaft verarbeitet. Der Streuobstwiesen-Apfelsaft gilt nicht nur als ein schmackhafter und gesunder Saft, sondern er fördert auch den Naturschutz: Er trägt zur Erhaltung von Obstwiesen mit ihren hochstämmigen Obstbäumen als Teil unserer Kulturlandschaft bei, fördert ihre Neuanlage, schützt hierdurch wertvolle Lebensräume für Vögel, Käfer, Schmetterlinge, Kleinsäuger u. a., erhält alte, bewährte Obstsorten und fördert umweltverträgliche Wirtschaftsweisen in der Region.

Das Streuobstwiesenprojekt aus der Region Bochum / Ennepe-Ruhr-Kreis wurde im März 2005 durch die Kampagne futureins der Verbraucherzentrale NRW symbolisch mit der "futureins-NachhaltigkeitsEINS" ausgezeichnet.

 

hier bekommen Sie Streuobstwiesen-Apfelsaft

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