Blumen für Gerechtigkeit - Das FLOWER LABEL PROGRAMM
Gerade im Winter kommen viele Schnittblumen
aus Ländern des Südens, wo sie unter
krankmachenden und menschenverachtenden
Produktionsbedingungen angepflanzt
werden. Jetzt gibt es eine Alternative: Blumen
mit dem "Flower Label" kommen aus
Plantagen, wo Umwelt- und Sozialstandards
beachtet werden.
Das Ziel des Flower Label Programms ist es,
die Arbeitsbedingungen auf Blumenplantagen
mit Blick auf Gesundheit, Sicherheit
und Arbeitnehmerrechte zu verbessern
und die Umwelt zu schützen, indem beim
Einsatz chemischer Mittel strenge Umweltstandards
eingehalten werden müssen.
Ab Januar 2006 gibt es ein neues Blumensiegel.
Das neue Logo zeigt einen Frauenkopf
im Profil. Da eine Blume gleichzeitig
das Kopftuch der Frau ist, verschmelzen
die Elemente Mensch und Natur miteinander.
Beim Betrachten fällt abwechselnd
einmal die Frau ins Auge, dann die Rose.
Auf einen Blick verdeutlicht dieses Wechsel-
Spiel die zentrale Aussage des fairen
Blumenhandels: fair zur Umwelt und fair
zum Menschen. Die meisten der 150.000
Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Blumenplantagen
der Welt sind Frauen. Die auf
dem Logo dargestellte Frau steht für die
Solidarität mit den Blumenarbeiterinnen in
diesem Teil der Welt.
FLP-Standards
Das Flower Label Programm basiert auf dem Internationalen Verhaltenskodex für die Schnittblumenproduktion. Dieser beinhaltet grob zusammen gefasst folgende Kriterien:
- Versammlungs- und Gewerkschaftsfreiheit
- Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit
- Existenzsichernde Löhne, stabile Arbeitsverträge und überdurchschnittliche Sozialleistungen
- Einhaltung von Sicherheitsvorkehrungen
- Verantwortlicher Umgang mit natürlichen Ressourcen (Sammlung von Regenwasser, Wasseraufbereitung, etc.)
- Verzicht auf hochgiftige Pestizide, Minimierung des Einsatzes chemischer Mittel
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