Die Entstehung eines neuen Mediums für die Stadt.
Die Idee zu einem Einkaufsführer für Bochum kam bei der Suche nach Firmen, die Fotovoltaikanlagen bauen. Die "Gelben Seiten" waren dabei nicht sehr ergiebig. Ich musste mich im Bekanntenkreis umhören und wurde erst hier fündig. Das zeigte, dass es kaum ausführliche Informationen für Verbraucher gibt, wenn sie umweltbewusst einkaufen und konsumieren möchten.
Wo und wie können sich Bochumer Bürgerinnen und Bürger also informieren?
Die Idee für ein "Agenda 21-Branchenbuch" war geboren mit dem Ziel, eine Auflistung aller Betriebe, Geschäfte und Firmen zu schaffen, die Leitlinien der lokalen Agenda 21 in ihrer Geschäftsphilosophie verankert haben. Das bedeutet z. B. fair gehandelte, regional erzeugte oder kontrolliert biologisch angebaute Waren verkaufen bzw. herstellen, Themen des Umweltschutzes realisieren und in der Firma sozialverträglich arbeiten - um nur einige Möglichkeiten zu nennen.
Nach Diskussion und Beratung im Agenda-21-Beirat der Stadt Bochum bildete sich ein Arbeitskreis, dem Judith Spittler, Mechtild Stiewe, Niels Funke und ich angehören. In einem ersten Schritt beschloss man, sich zunächst auf den Lebensmittel-Bereich zu konzentrieren.
Vier Bochumer Schulen konnten zur Mithilfe bei der Erhebung der Daten gewonnen werden. Daraufhin erstellte die Arbeitsgruppe einen einheitlichen Fragebogen. Die Schülerinnen und Schüler führten dann den Marktcheck durch, so konnte eine ziemlich flächendeckende Erfassung der Daten erfolgen.
So wurden mit Hilfe der Schulen - ergänzt durch Recherchen der Arbeitskreis-Mitglieder und der Abfall- und Umweltberatung der Verbraucherzentrale - die lokalen Anbieter für fair gehandelte, regional erzeugte und kontrolliert biologisch angebaute Lebensmittel sowie einige Eine-Welt-Produkte und Blumen in einer Datenbank erfasst. Anschließend wurden diese Informationen für die Präsentation in einer Broschüre aufbereitet. Dafür wurden zusätzliche Beiträge rund um die Agenda-21-Themen gesammelt und getextet, so dass sich Bochumerinnen und Bochumer jetzt über "biologische, faire und regionale" Einkaufsmöglichkeiten informieren können.
Mit dem vorliegenden Einkaufsführer kann der Arbeitskreis den ersten Teil seiner Arbeit vorstellen. An eine Fortführung ist auch schon gedacht: In einem nächsten Schritt soll der Einkaufsführer zu einem Branchenbuch für Bochumer Dienstleister, Betriebe, Geschäfte und Firmen, die im Sinne der Bochum-Agenda 21 arbeiten und Produkte und Dienstleistungen anbieten, erweitert werden. Damit schließt sich dann der Kreis zur Ausgangsidee.
Der Arbeitskreis bedankt sich bei allen, die bereitwillig Auskunft gegeben haben: Bei den Zentralen der großen Supermärkte und den Geschäftsinhaberinnen und -inhabern. Vor allem aber bei den Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern der vier Schulen (Erich-Kästner- Gesamtschule, Franz-Dinnendahl-Realschule, Louis-Baare-Berufskolleg und Theodor- Körner-Schule) für ihre Mithilfe bei der Datenerfassung. Ohne dieses Engagement wäre die Realisierung des Einkaufsführers nicht möglich geworden.
Den Schülerinnen des Louis-Baare-Berufskollegs sei auch an dieser Stelle für ihre Arbeit und ihren Einsatz bei der Erstellung des Internet-Auftritts gedankt.
Für den Arbeitskreis
Margrit Mizgalski